Mein Name ist Enad Altaweel. 2016 kam ich aus Syrien nach Deutschland. Heute kandidiere ich für das Berliner Abgeordnetenhaus.

Hallo, ich bin Enad. Ich bin der Erste in meiner Familie, der studiert, der im Ausland war und der überhaupt an einer demokratischen Wahl teilnehmen darf. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Politik geprägt. Ich weiß, wie wichtig Chancen, Teilhabe und ein funktionierender Staat sind. Und ich weiß, dass Demokratie davon lebt, dass Menschen nicht nur zuschauen, sondern mitgestalten.
Deshalb engagiere ich mich seit vielen Jahren ehrenamtlich und politisch. Seit 2017 bei Bündnis 90/Die Grünen und seit 2021 auch im Landesvorstand der Grünen Berlin.
Nicht zuschauen. Mitgestalten.

Ich kandidiere, weil ich überzeugt bin, dass wir vieles besser machen können. Dass Mieten bezahlbar bleiben müssen. Dass unsere Nachbarschaften auch in Zeiten der Klimakrise lebenswert bleiben. Dass Berlin digitaler und unbürokratischer werden kann. Und dass alle Menschen die Chance haben sollten, dazuzugehören und ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Berlin soll ein Ort bleiben, der Chancen eröffnet und Zusammenhalt stärkt. Ein Ort, an dem Vielfalt nicht als Problem, sondern als Stärke verstanden wird.
Denn eine offene Gesellschaft lebt davon, dass Menschen nicht nur dazugehören, sondern Verantwortung übernehmen und mitgestalten.

Wenn ich nicht Politik mache
arbeite ich als Informatiker, ansonsten mag ich Berlin und seine Nächte sehr, elektronische Musik, Flohmärkte, Theater. Ich koche gerne aufwändige syrische Gerichte, beschäftige mich oft mit Geschichte und lese und schaue gerne Krimis. Außerdem gehe ich gern spazieren oder wandern.
Mein Lieblingsort in Friedrichshain-Kreuzberg
sind vielleicht Orte am Wasser und mit viel Grün – zum Beispiel das Paul Lincke- oder Maybachufer. Aber auch das RAW-Gelände bedeutet mir viel. Dort war ich 2017 zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Technoparty feiern. Mittlerweile bin ich ein großer Techno-Fan und verbinde mit diesem Ort viel von dem Gefühl von Freiheit und Offenheit, das ich mit Berlin verbinde. Das RAW-Gelände muss bleiben!!!

Was mich antreibt
Das Wissen aus 20 Jahren in einer Diktatur und aus meiner Zeit in Deutschland hat mir gezeigt, dass man mit der Politik in einer Demokratie den Unterschied machen kann, Menschenleben retten und Menschen Hoffnung geben kann..
Ich weiß, was für ein Privileg es ist, überhaupt die Stimme erheben zu dürfen. Das treibt mich jeden Tag an weiterhin für eine bessere Welt zu kämpfen.

Fotos: Santiago Rodriguez